Auf dem Holzweg – Das richtige Kaminholz

Die Anziehungskraft der offenen Feuerstelle, ist unbestritten mit der Kraft des Lebens verwoben. Während der Kamin Berlin in der klassischen Literatur häufig als wohlige Ruhestätten beschrieben wird, erscheint er in Werken moderner Schriftsteller eher im Kontext des Lebhaften und erzeugt mit seiner harmonischen Geräuschkulisse zu jeder Jahreszeit ein wohliges Gefühl.

Der Nässegrad

Doch anders als in fiktiv erdachten Romanen und Filmproduktionen, in der sich niemand Sorgen über die Beschaffenheit des Holzes machen muss, ist die Frage nach dem richtigen Brennmaterial allgegenwärtig. Seit jeher gilt: Egal ob heimische Hölzer oder exotischer Tropenausläufer, überschreitet man einen bestimmten Nässegrad, taugt weder das Eine noch das Andere.

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Der absolute Grenzwert bewegt sich im Restfeuchtigkeitsbereich von 18 %. Ideal ist ein Wert um die 12 %. Alles dazwischen ist jedoch unbedenklich und kann getrost verfeuert werden. Um einen möglichst genauen Wert ermitteln zu können, empfehle Ich einen einfachen Holzfeuchtigkeitsmesser. Billige Modelle, z.B von timtina oder Dostmann sind bereits ab 15 Euro zu erwerben.

Die Wahl der richtigen Holzart

Bei der Auswahl des idealen Feuerholzes, kommt es vorrangig auf die Bauart des Kamins und die Geruchsvorlieben an, da die verschiedenen Holzkategorien allesamt verschiedenste Düfte versprühen. Damit Sie im heimischen Wohnzimmer beruhigt zum Holzscheit greifen können, hier einmal eine praktische Übersicht:

 

Holz Eigenschaften Empfehlung
Birke – sehr geringe Funkenbildung
– angenehmes Flammenbild
– Geruch: Ätherische Öle
Aufgrund der geringen Funkenbildung, ist die Birke gut für offene Kamine geeignet.
Buche – gut ausgeprägte Glutentwicklung
– hoher Heizwert
– preislich teurer
– wenig Funkenbildung
Aufgrund des hohen Heizwertes, mauserte sich die Buche in den letzten Jahren zur Allzweckwaffe für alle Kamintypen (offen und geschlossen).
Eiche – stärkere Funkenbildung
– schlichtes Flammenbild
– lange Abbrennzeiten
– hoher Heizwert
Aufgrund der eher stärkeren Funkenbildung, eignet sich die Eiche nur für geschlossene Kamine.
Fichte – günstiger Preis
– schnelles An- und Abbrennen
– häufig von Harzbläschen durchsetzt
Aufgrund der verstärkten Harzbildung, sei von einer Verwendung bei offenen Kaminen abgeraten.
Pappel – geringe Dichte
– niedriger Heizwert
– hohes Wachstum
– sehr ökologisch
Aufgrund des ökologischen Charakters, eignet sich die Pappel/Weide für einen umweltbewussten Haushalt.
Tanne – starke Ähnlichkeit zum Fichtenholz
– wenig Funkenflug
– schnelles Abbrennen
Aufgrund des geringen Funkenflug, kann auch bei offenen Kaminen beherzt zur Tanne gegriffen werden.

 

Natürlich gibt es noch weitere Holzarten, wie z.B. die Kiefer oder die Lärche, jedoch überschneiden sich deren Brenneigenschaften stark mit denen des Tannenholzes. Ein nennenswerter Unterschied ist hier allerdings im Bereich des Brennwertes festzustellen, welcher in einem deutlich höheren Bereich liegt als der der Tanne (unbedingt denBrennwert ermitteln!).

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